Schlagwort: Südsseblase

„Das Sündenhaus“ – Antonia Hodgson

1728. Tom Hawkins wird auf eine Bitte der Königin zu John Aislabies Herrensitz in Yorkshire geschickt. Er soll ein Rechnungsbuch beschaffen, das für die Queen sehr brisant ist. Es enthält wichtige Geldwechsel und Geschäfte, die im Zusammenhang mit der „Südseeblase“, einem bedeutendem Finanzskandal im 18. Jahrhundert, stehen.
Hawkins trifft auf dem Anwesen eine junge Frau, die sich als lange verschollene Tochter Aislabies ausgibt. Ist ihre Geschichte wahr?
Das Gut versinkt immer weiter in dunkle Machenschaften. Wer kooperiert mit wem und zu welchem Zweck?

„Das Sündenhaus“ ist ein klassischer whodunit – Krimi (kein Thriller!). Zwar steht in diesem Roman die „Südseeblase“ (–> wikipedia) im Hintergrund, doch plätschert die Handlung hier im Gegensatz zu den beiden Vorläufern des Buches in einer Art Sherlock – Holmes – Geschichte vor sich hin.
Trotzdem ist der Band lesenswert. Es gibt viele Wendungen in der Story und immer wieder Überraschungen.
Wie auch in den vorhergehenden Bänden („Das Teufelsloch“ und „Der Galgenvogel„) verwöhnt uns Antonia Hodgson mit wahren Begebenheiten und realen Personen aus dieser Zeit. Ein Nachwort gibt weitere Aufschlüsse zu den handelnden Personen und dem Schauplatz des Geschehens, der heute ein Kulturerbe ist.

Ich empfehle, alle drei Bände der Reihe nach zu lesen. Sie sind zwar in sich geschlossen, viele Verbindungen lassen sich so jedoch am besten nachvollziehen.

ISBN: 978 3 426 65440 8
Verlag: Knaur
übersetzt von Sonja Rebernik-Heidegger