Schlagwort: Paris

„Commissaire Le Floch und das Geheimnis der Weißmäntel“ – Jean – Francois Parot

Paris 1761: Der junge Nicolas Le Floch ist neu in der Stadt angekommen. Fasziniert vom bunten Treiben, dem Leben in der großen Stadt, sieht er sich plötzlich einer Herausforderung gegenüber, die es in sich hat.
Nicolas Le Floch wird beauftragt herauszufinden, in wie weit ein Polizeibeamter in gwisse korrupte Machenschaften verstrickt ist. Doch plötzlich verschwindet der verdächtige Beamte und bald deutet auch alles auf schwere Verbrechen hin.
Die Nachforschungen führen Le Floch durch Spelunken, Abdeckereien, Bordelle und Verliese der Bastille.

Der Roman ist ein Abenteuer. Zusammen mit Commissaire Le Floch durchstreift der Leser das alte Paris und lernt, genauso wie der junge Nicolas, die Stadt kennen.
Empfehlen kann man das Buch allen Lesern von historischen Romanen/ Krimis.
Der Werbeslogen für das Buch: „Ein neuer Maigret ist geboren“ ist völlig falsch und oberflächlich. Mit Maigret hat weder das alte Paris, in dem dieser Roman spielt, etwas zu tun, noch hat Commissaire Le Floch irgendwelche Gemeinsamkeiten mit Simenons bekanntester Hauptfigur.

„Commissaire Le Floch und das Geheimnis der Weißmäntel“ ist der erste Band aus der historischen Krimireihe um Nicolas Le Floch.

ISBN: 978 3896675736
Verlag: Karl Blessing
Übersetzt aus dem Französischen von Michael von Killisch – Horn

„41 Rue Loubert“ – Mara Ferr

5167TttiomLLouise wurde gewarnt: Die Polizei will ihr Haus durchsuchen! Sollen Sie doch kommen! Es gibt nichts zu verbergen.

Louise, inzwischen fast sechzig Jahre alt, ist eine Hure. Mit viel Glück und Selbstdisziplin gelang ihr der Aufstieg von einem erbärmlichen Leben auf der Straße hin zu einem beschaulichen Leben im Mittelstand. Sie bedient nur ausgewählte Freier aus höheren Kreisen, die sie alle Freunde nennt. So sieht es aus, als würde im Haus 41 Rue Loubert eine freundliche Dame wohnen, die es zu etwas Geld gebracht hat.
Doch plötzlich ermittelt ein Kriminalinspektor, auf der Suche nach acht verschwundenen Männern. Alle wurden im Umfeld von Louises Haus gesehen. Steckt sie hinter dem Verschwinden dieser Leute und wenn ja, wo befinden sie sich?

„41 Rue Loubert“ ist ein sanft erzählter Kriminalroman. Im Gegensatz zur klassischen Kriminalliteratur wurde hier der Blickwinkel auf das Geschehen nicht an der ermittelnden Person festgemacht. Vielmehr wird hier die Lebensgeschichte einer alternden, vermögenden Hure erzählt.

Empfehlenswert für Leser von Patrick Süskind („Das Parfüm“), Martin Walker, Donna Leon …

ISBN: 978 3954516520
Verlag: Emons

„Das barmherzige Fallbeil“ – Fred Vargas

fallbeilVargasMehrere Selbstmorde, ein Jahre zurückliegendes Drama auf einer einsamen isländischen Insel und Robespierres Terrorherrschaft während der französischen Revolution. Wie passt dies alles zusammen?

Als Kommissar Adamsberg im Umfeld der Selbstmorde auf ein merkwürdiges Symbol stößt, ein skizziertes Fallbeil mit zwei verschiedenen Klingen, ahnt er den wahren Hintergrund der Geschehnisse. Doch mittlerweile gibt es weitere Leichen, überall taucht dieses seltsame Zeichen auf. Und was hat eigentlich diese Gesellschaft, die sich mit den Machenschaften Robespierres beschäftigt, damit zu tun? Dann zeigen einige Hinweise auch noch auf ein grausames Drama, geschehen vor Jahren im ewigen Eis, auf einer Insel Islands.
Wahrlich ein unentwirrbares Knäuel, ähnlich dem angeschwemmter Algen. Nur Adamsbergs seltsame Gedankenwelt scheint in diesem Wirrnis den richtigen Ausgang zu finden …

„Das barmherzige Fallbeil“ ist einer der besten Romane von Fred Vargas. Hier erlebt der Leser die Autorin in Höchstform. Sofort fielen mir die typischen skurrilen Dialoge, die exakte Zeichnung der Charaktere und die dichte Atmosphäre auf. Genauso mag ich die Geschichten um Kommissar Adamsberg, genau das macht diese Romane aus.

ISBN: 978 3 8090 2659 4
Verlag: Limes