„Freitags im Enricos“ – Don Carpenter

In den wilden Tagen der Beat Generation trifft sich die Bohème von San Francisco jeden Abend in den Bars von North Beach, um nächtelang zu trinken und zu diskutieren. Die jungen Schriftsteller sind voller Tatendrang und Lust, das Leben in all seinen Facetten zu ergründen. Der Roman fängt nostalgisch eine Epoche ein, in der alles möglich schien und die Welt sich dennoch weiterdrehte.
(Inhaltsangabe: Schutzumschlag)

Mein Eindruck: Ein Stück Lebensphilosophie.
Der Roman spiegelt eine ganze Generation, deren Leben, deren Träume. Es geht um eine Gruppe junger Literaten und jenen, die es werden wollen.

>>Während ganz Kalifornien dem Sommer der Liebe entgegenfiebert, ringen vier aufstrebende Literaten um ihren ganz persönlichen Erfolg: Die 19-jährige Jaime ist die Tochter eines Journalisten und hat das Schreiben im Blut. Ganz im Gegensatz zu ihrem Verlobten Charlie, einem Veteran aus Korea, der verbissen an seinem großen Kriegsepos arbeitet. Die beiden sind befreundet mit dem Müßiggänger Dick, der sich auf dem Erfolg einer einzigen Kurzgeschichte ausruht, die der Playboy veröffentlicht hat. Eines Nachts gesellt sich der Einbrecher und Juwelendieb Stan zu ihnen, der ein außergewöhnliches Talent für das Verfassen von Groschenromanen offenbart. Gemeinsam lachen und streiten sie, ohne zu merken, dass um sie herum eine Dekade zu Ende geht.<<
(amazon.de)

Mithilfe von bildhaften, ausgemalten Szenen gelingt es dem Autor, das Fühlen und Denken jener Generation festzuhalten. Und doch geht vieles, was hier als Lebensalltag beschrieben ist, nahe. Ist es doch so, dass das Leben als solches, Szenen des Lebens, sich in vielen Lebensläufen wiederfinden. Sei es damals oder heute.

Der Roman ist nicht nur spannend und anders, er verkörpert das Leben vor einer viel zu hektischen und technisierten Zeit.

ISBN: 978 3 608 96079 2
Verlag: Klett – Cotta
Übersetzt von Bernhard Robben

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