Im Kino: „Die glorreichen Sieben“

Inhalt:
Angst, Schrecken, Tod – der fiese Geschäftsmann Bartholomew Bogue (Peter Sarsgaard) herrscht mit eiserner Kontrolle über die Stadt Rose Creek. Weil sie seine Drangsalierungen nicht länger ertragen können, engagieren die Einwohner in ihrer Verzweiflung sieben Männer mit fragwürdigen Geschäftsfeldern: den Kopfgeldjäger Sam Chisolm (Denzel Washington), den Spieler Josh Farraday (Chris Pratt), den Gesetzlosen Vasquez (Manuel Garcia-Rulfo), den Fährtenleser Jack Horne (Vincent D’Onofrio), den Scharfschützen Goodnight Robicheaux (Ethan Hawke), den Krieger Red Harvest (Martin Sensmeier) und den Auftragskiller Billy Rocks (Byung-Hun Lee). Die sieben Herren sollen Bogue ausschalten. Doch noch während sie die Stadt auf eine Schlacht einschwören, finden die Söldner heraus, dass für sie weit mehr als nur Geld auf dem Spiel steht…
(Quelle: filmstarts.de)

Meine Meinung:
Ich war mißtrauisch. Ein Remake dieses großen Klassikers? Gab es doch schon damals Nachfolgefilme, die nie an den Erfolg des Erstlings anknüpfen konnten (s. wikipedia). Und wer sollte denn solche Kinolegenden wie zum Beispiel Steve McQueen, Charles Bronson oder James Coburn ersetzen? Es zog mich dann doch ins Kino …

Der Film an sich ist wirklich gut. Er hat alles, was einen klassischen Western ausmacht: Freiheit, Abenteuer, große Charaktere, Rache, Gerechtigkeit. Doch wieso soll das ein Remake sein? Gut, die Story an sich ist ähnlich (!) der Vorlage. Sicherlich gibt es hunderte Filme, die nach demselben Prinzip funktionieren (nicht nur Western, auch Krimis und Thriller …).
Im Vorfeld meines Kinoabenteuers las ich irgendwo, das absichtlich andere Namen für die Hauptfiguren geschaffen wurden, weil auch die Darsteller selbst völlig andere Personen in Szene setzten. Auch das Verhältnis der Sieben untereinander ist hier völlig anders. Irgendwie ist jeder in gewisser Weise von seinem Anführer abhängig. Das war im Original nicht so, da lagen die Gründe für dieses Abenteuer bei jeder Figur in ihrer eigenen Vergangenheit.
Während des Filmes fragte ich mich, warum eben jene neu geschaffenen Sieben (die sich von ihrem Original unterscheiden) ihre Vorgänger zeitweise zitieren: „Hätte Gott gewollt, dass sie nicht geschoren werden – wieso hat er sie zu Schafen gemacht?“; „Ich kannte einen Mann. Er sprang aus dem fünften (Originalfilm: der zehnte) Stockwerk eines Hochhauses. An jedem Fenster, an dem er vorbei kam, sagte er: Soweit gings gut.“ …

Fazit: „Die glorreichen Sieben“ (2016) ist ein gelungener Western. Doch sollte dieser Streifen meiner Meinung nach, für sich stehen. Ohne diese Zitate und mit einem anderen Titel – denn dieser Film ist kein Remake – wäre dieses Abenteuer groß genug, in den Herzen seiner Fans weiter zu leben. So bleibt immer der Fade Geschmack eines Remakes, das keines ist und die Gefahr des Vergessens ist viel größer …

Darsteller:
Denzel Washington
Chris Pratt
Ethan Hawke

Regie:
Antoine Fuqua

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