Kino: „The Hateful 8“

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Quentin Tarantino hat ein neues Epos geschaffen: „The Hateful 8“. Genau wie sein vorhergehender Film „Django Unchained“ handelt es sich hier um einen Western, angelehnt an den Stil der großen Italowestern.
Der politisch – gesellschaftliche Hintergrund, den jeder Spagettiwestern genauso wie dieser Film zu bieten hat, dreht sich um Rassismus in seiner reinsten Form. Hier treffen Farbige auf Weiße, gesellschaftlich höher stehende Leute auf vermeintlich niederes Gesindel, Henker/ Sheriff auf Gefangene, Kopfgeldjäger auf ihre Vergangenheit.

Der Film ist in sechs Kapitel unterteilt, ähnlich einem Roman:

  • Last Stage to Red Rock
  • Son of a Gun
  • Minnie’s Haberdashery
  • Domergue’s Got a Secret
  • The Four Passengers
  • Black Man, White Hell

Der Inhalt des Films ist relativ schnell erklärt. Eine Postkutsche, besetzt mit einem Kopfgeldjäger und dessen Gefangene, versucht sich vor einem aufkommenden Schneesturm bis zur nächsten Postkutschenstation „Minnies Miederwarenladen“ durch zu schlagen. Auf dem Weg dorthin begegnet die Kutsche einem weiteren Kopfgeldjäger und einem vermeintlichen Sheriff.
Als der Schneesturm losbricht, treffen seltsame Charaktere in Minnies Miederwarenladen aufeinander. Eine explosive Mischung …

Einige Elemente dieses Western erinnern mich stark an „Spiel mir das Lied vom Tod“. Gegen Ende hatte ich den Eindruck, Tarantino bediene sich an einem seiner alten Filme: „Reservoir Dogs“.

Ich bin mir auch nicht sicher, ob es sich hier wirklich um einen Western im eigentlichen Sinne handelt. Nur weil Hüte getragen werden und das Ganze in den Bergen Wyomings spielt, ist das noch kein Western. Die Haupthandlung spielt in Minnies Miederwarenladen. Für mich ist dies ein Theaterstück, aufgeführt auf einer Bühne, begrenzt durch Kapitel. Ein amerikanisches Volkstheaterstück, da deren Geschichte eine große Rolle spielt, Rassismus in Bezug auf aktuelle Geschehnisse (weiße Polizisten, die farbige Menschen misshandeln) allgegenwärtig ist.

(Bildquelle: www.moviepilot.de)

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