„Eine Zeit ohne Tod“ – Jose Saramago

Saramago„Am darauf folgendem Tag starb niemand.“ Der Tod macht Pause. Zuerst wollte es niemand glauben. Doch die sterbensfreien Tage häuften sich, vermeintlich sterbenskranke Menschen dämmerten in ihrem Zustand dahin. Plötzlich wurden Schmuggler aktiv: Sie schmuggelten die todgeweihten über die Grenze in die Nachbarstaaten, denn der Tod hatte seine Arbeit nur in diesem Land eingestellt.
Die Alterspyramide nahm gefährliche Formen an: Wer sollte die Unsterblichen bezahlen? Lebensversicherungsagenturen sahen ihren Bankrott voraus …
Als Frau Tod (Hier ist der Tod weiblich!) beschließt, die Arbeit wieder aufzunehmen, das Wehklagen der Menschen war nicht mehr zu ertragen, räumt sie eine Karenzzeit ein. Jeder Sterbliche bekommt eine Woche vor seinem Tod einen Brief mit der Aufforderung, seine Angelegenheiten in diesem Zeitraum zu erledigen, sich gewissermaßen vorzubereiten. Doch dann kommt ein Brief, trotz mehrmaliger Zustellversuche, zurück. Gibt es einen Unsterblichen unter den Menschen?

Jose Saramago war für mich immer der Meister der Verwirrung. Auch in diesem Roman ist seine typische Satire bis aufs kleinste Detail ausgearbeitet. Wer „Die Stadt der Blinden“ gelesen und davon begeistert war, der sollte auch „Eine Zeit ohne Tod“ lesen.

ISBN: 978 3 455 65040 2
Verlag: Atlantik

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